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Das Tigernest-Kloster (Paro Taktsang) in voller Pracht: Der weiße Tempelkomplex mit goldenen Dächern klebt an einer senkrechten, 900 Meter hohen Felswand, umgeben von grünen Kiefern, bunte Gebetsfahnen flattern im Wind, tief unten das Paro-Tal – das ikonischste Bild Bhutans und eines der beeindruckendsten Bauwerke der Welt

Tigernest – Bhutans legendäres Kloster in den Wolken

Paro Taktsang: Die Wanderung zu einem der heiligsten und spektakulärsten Orte des Himalaya

Tigernest Bhutan: Wanderung, Höhe & Aufstieg zum Paro Taktsang

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Es gibt Orte, die man gesehen haben muss, um sie zu glauben – das Tigernest-Kloster in Bhutan gehört zweifellos dazu. Wie ein Adlerhorst schmiegt sich der weiße Tempelkomplex an eine 900 Meter hohe, scheinbar senkrechte Felswand im Paro-Tal. Paro Taktsang, wie das Kloster offiziell heißt, ist nicht nur Bhutans bekanntestes Wahrzeichen, sondern einer der heiligsten buddhistischen Pilgerorte weltweit. Die Wanderung hinauf ist anspruchsvoll, aber jeder Schritt wird mit atemberaubenden Ausblicken belohnt – und der Anblick des Klosters selbst ist schlicht unvergesslich.

Das Tigernest auf einen Blick

Das Tigernest ist nicht nur ein architektonisches Wunder, sondern ein lebendiges Kloster, in dem bis heute Mönche leben und beten. Für Buddhisten weltweit ist dieser Ort von immenser spiritueller Bedeutung – hier soll im 8. Jahrhundert Guru Rinpoche, der Begründer des tibetischen Buddhismus in Bhutan, meditiert haben. Kaum eine Bhutan-Reise ist vollständig ohne diesen Besuch.

Die Wanderung zum Tigernest

Die Wanderung zum Tigernest ist mehr als nur der Weg zu einer Sehenswürdigkeit – sie ist selbst ein spirituelles und landschaftliches Erlebnis. Der gut ausgebaute Pfad führt durch duftenden Kiefernwald, vorbei an Gebetsmühlen und bunten Gebetsfahnen, begleitet vom Klang ferner Tempelglocken. Die Route teilt sich in zwei klar unterscheidbare Etappen: den stetigen Aufstieg zur Cafeteria mit erstem Blick auf das Kloster, und den anspruchsvolleren Abschnitt hinunter in eine Schlucht und wieder hinauf zum Kloster selbst.

Wanderer auf dem Weg zum Tigernest: Ein gut ausgebauter Pfad führt durch einen lichten Kiefernwald, am Wegrand drehen sich vergoldete Gebetsmühlen, bunte Gebetsfahnen spannen sich zwischen den Bäumen, in der Ferne ist bereits das Kloster an der Felswand zu erkennen
Der Wanderweg zum Tigernest führt durch malerischen Kiefernwald

Etappe 1: Vom Parkplatz zur Cafeteria

Die erste Etappe beginnt am Parkplatz auf etwa 2.600 Metern Höhe. Der Weg ist breit und gut befestigt, steigt aber kontinuierlich an – unterschätzen Sie den Anstieg nicht, besonders in der Höhenluft. Nach etwa einer Stunde öffnet sich der Wald und Sie erhaschen den ersten Blick auf das Kloster an der gegenüberliegenden Felswand – ein Moment, der buchstäblich den Atem stocken lässt. Wer die Beine schonen möchte, kann diese erste Etappe auf einem Maultier zurücklegen (gegen Gebühr).

Etappe 2: Von der Cafeteria zum Kloster

Die Cafeteria auf halber Strecke ist der perfekte Ort für eine Pause – mit spektakulärem Blick auf das Kloster, das nun zum Greifen nah scheint. Von hier beginnt der anspruchsvollere Teil: Zunächst führt der Weg etwa 100 Stufen hinunter in eine Schlucht, wo ein Wasserfall über die Felsen stürzt. Viele Wanderer empfinden diesen Abstieg als psychologisch herausfordernd, weil man weiß, dass man später wieder hinaufmuss. Nach der Überquerung einer kleinen Brücke beginnt der finale Aufstieg – steile, in den Fels gehauene Treppen führen direkt zum Klostereingang. Die letzten Meter sind anstrengend, aber der Moment, wenn Sie den Innenhof betreten, entschädigt für alles.

Die steilen Felstreppen zum Tigernest: Ein schmaler, in den Fels gehauener Weg mit unregelmäßigen Steinstufen führt an der Felswand entlang, rechts der Abgrund, links die Felswand, Pilger und Touristen gehen vorsichtig die Stufen hinauf, im Hintergrund das Kloster
Die letzten Meter zum Kloster führen über steile, in den Fels gehauene Treppen

Schwierigkeit und Fitness

Die Wanderung zum Tigernest ist technisch nicht schwierig – der Weg ist gut ausgebaut und erfordert keine Kletterei. Die wahre Herausforderung ist die Höhe: Sie starten bereits auf über 2.600 Metern und erreichen 3.120 Meter. Die dünnere Luft macht jeden Schritt anstrengender, als er auf Meereshöhe wäre. Menschen mit durchschnittlicher Fitness schaffen die Wanderung problemlos, wenn sie genügend Zeit einplanen und regelmäßig Pausen machen. Bei ernsthaften Herz- oder Lungenproblemen sollten Sie vorher ärztlichen Rat einholen.

Die Wanderung zum Tigernest im Überblick
Abschnitt Dauer Höhenmeter Charakter
Parkplatz → Cafeteria 1–1,5 Std. +400 m Moderater Anstieg durch Wald
Cafeteria → Kloster 1,5–2 Std. -100 m, +500 m Abstieg, dann steile Treppen
Besuch im Kloster 1–1,5 Std. Erkundung der Tempel
Abstieg (gesamt) 2–2,5 Std. -800 m Leichter als Aufstieg
Gesamt 4–6 Std. ~1.600 m Mittelschwer

Praktische Informationen

Öffnungszeiten und Eintritt

Öffnungszeiten und Eintrittspreise
Information Details
Öffnungszeiten 6:00–17:00 Uhr (letzter Einlass ca. 16:00 Uhr)
Ruhetag Dienstag (das ganze Jahr)
Eintritt Erwachsene 1.000 Nu / ca. 12 USD
Eintritt Kinder 500 Nu / ca. 6 USD
Ticketkauf Am Parkplatz vor dem Aufstieg

Was Sie mitnehmen sollten

Die richtige Ausrüstung macht den Unterschied zwischen einer genussvollen Wanderung und einer Quälerei. Das Wichtigste: Festes Schuhwerk und ausreichend Wasser – unterschätzen Sie beides nicht!

Beste Tageszeit für den Besuch

Der ideale Start für die Tigernest-Wanderung ist zwischen 6:00 und 7:00 Uhr morgens – direkt bei Öffnung. Zu dieser Zeit ist es noch kühl, die Luft ist klar, und Sie sind vor den meisten Reisegruppen am Kloster. Am Nachmittag kann es in der Höhe sehr warm werden, und das Kloster füllt sich mit Besuchern. Ein früher Start bedeutet auch, dass Sie genügend Pufferzeit haben, falls das Wetter am Nachmittag umschlägt.

Im Kloster: Was Sie erwartet

Das Tigernest ist kein Museum, sondern ein lebendiges Kloster. Wenn Sie den Innenhof betreten, umfängt Sie der Duft von Räucherstäbchen und der Klang leiser Gebete. Der Komplex besteht aus mehreren Tempeln, die über steile Treppen und schmale Galerien miteinander verbunden sind – alle in die Felswand gebaut. Sie sehen goldene Buddha-Statuen, jahrhundertealte Wandmalereien, flackernde Butterlampen und die heilige Höhle, in der Guru Rinpoche meditiert haben soll. Mönche gehen ihren täglichen Ritualen nach – Sie sind hier zu Gast in ihrer spirituellen Heimat.

Der Innenhof des Tigernest-Klosters: Ein kleiner, gepflasterter Hof umgeben von weißen Gebäuden mit kunstvoll bemalten Holzbalkonen, im Zentrum steht ein vergoldeter Gebetszylinder, Mönche in rotbraunen Roben gehen vorbei, Gebetsfahnen hängen von den Dächern
Der Innenhof des Tigernest-Klosters – ein Ort der Stille und Spiritualität

Foto- und Verhaltensregeln

Diese Regeln mögen streng erscheinen, aber sie dienen dem Schutz eines heiligen Ortes und ermöglichen ein authentisches Erlebnis. Ohne Smartphones und Kameras können Sie den Moment wirklich aufsaugen, anstatt ihn nur zu dokumentieren. Ihr Guide wird Sie durch die verschiedenen Tempel führen und die religiöse Bedeutung erklären.

Geschichte und spirituelle Bedeutung

Das Tigernest ist weit mehr als ein spektakuläres Bauwerk – es ist einer der heiligsten Orte des tibetischen Buddhismus. Um die Bedeutung dieses Klosters zu verstehen, muss man die Legende kennen, die sich um Guru Rinpoche rankt, den „Zweiten Buddha", der den Buddhismus nach Bhutan und Tibet brachte.

Die Legende von Guru Rinpoche und der Tigerin

Überlieferte Legende Bhutanische Tradition

Diese Legende erklärt den Namen „Tigernest" (Taktsang) und macht den Ort zu einem der wichtigsten Pilgerorte des vajrayanischen Buddhismus. Die Höhle, in der Guru Rinpoche meditiert haben soll, ist noch heute das spirituelle Zentrum des Klosters und kann besichtigt werden. Für gläubige Buddhisten ist ein Besuch hier ein lebensveränderndes Ereignis – viele kommen zu Fuß aus allen Teilen Bhutans, um hier zu beten.

Bau und Wiederaufbau des Klosters

Geschichte des Tigernest-Klosters
Jahr Ereignis
8. Jh. Guru Rinpoche meditiert der Legende nach in der Höhle
1692 Bau des Klosters durch Gyalse Tenzin Rabgye, den vierten Druk Desi
1998 Tragischer Brand zerstört das Kloster fast vollständig
2000–2005 Aufwendiger, originalgetreuer Wiederaufbau
2005 Feierliche Wiedereinweihung des rekonstruierten Klosters

Der verheerende Brand von 1998 war ein Schock für ganz Bhutan. Das Feuer zerstörte große Teile des historischen Klosters, darunter unersetzliche Kunstwerke und religiöse Artefakte. Der Wiederaufbau war ein nationales Projekt: Finanziert von der königlichen Familie und Spendern weltweit, arbeiteten traditionelle Handwerker jahrelang daran, das Kloster originalgetreu zu rekonstruieren. Das Tigernest, das Sie heute sehen, ist dieser Wiederaufbau – ein Zeugnis bhutanischen Handwerks und tiefer Hingabe.

Insider-Tipps für Ihren Besuch

Die beste Jahreszeit für das Tigernest

Die optimalen Monate sind Oktober–November und März–Mai. Im Herbst ist die Luft besonders klar mit spektakulärer Fernsicht. Im Frühling blühen Rhododendren entlang des Weges – ein Farbenspiel vor der Kulisse des Klosters. Meiden Sie die Monsunzeit (Juni–August): Nebel verhüllt oft das Kloster, und die Wege können rutschig sein. Im Winter (Dezember–Februar) ist es kalt, aber meist sonnig und besonders wenig überlaufen.

Vermeiden Sie die Stoßzeiten

Die meisten Reisegruppen starten gegen 9:00–10:00 Uhr und erreichen das Kloster zur Mittagszeit. Wenn Sie früh starten (6:00–7:00 Uhr), haben Sie das Kloster fast für sich allein. Alternativ: Starten Sie am späten Vormittag und planen Sie, gegen 15:00–16:00 Uhr am Kloster zu sein – dann sind die meisten Gruppen bereits auf dem Rückweg.

Die Cafeteria strategisch nutzen

Die Cafeteria auf halber Strecke bietet mehr als nur Erfrischungen – sie hat die beste Aussicht! Planen Sie hier bewusst Zeit ein: Auf dem Hinweg für eine kurze Pause und Fotos, auf dem Rückweg für ein entspanntes Mittagessen mit Blick auf das Kloster. Das Essen ist einfach, aber gut: Tee, Kaffee, Dal mit Reis, Momos. Die Toiletten hier sind die letzten vor dem Kloster.

Rückweg: Der Abstieg braucht auch Zeit

Viele unterschätzen den Rückweg. Zwar geht es bergab, aber die steilen Stufen belasten die Knie stark, und in der Höhe ermüdet man schneller. Planen Sie für den Abstieg fast genauso viel Zeit ein wie für den Aufstieg – besonders wenn Sie nicht trittsicher sind. Wanderstöcke sind beim Abstieg besonders hilfreich. Lassen Sie sich Zeit und genießen Sie die Aussicht noch einmal.

Was Ihr Guide nicht immer erzählt

Die meisten Guides führen Sie durch die Haupttempel, aber fragen Sie nach der „Pelphug" – der ursprünglichen Meditationshöhle von Guru Rinpoche. Sie ist klein und dunkel, aber der spirituell bedeutendste Ort des gesamten Komplexes. Auch die Terrasse mit Blick in den Abgrund ist einen Besuch wert – von hier aus verstehen Sie erst, wie unglaublich die Lage des Klosters wirklich ist.

Alternativen und Kombinationen

Für Besucher, die mehr Zeit haben oder eine besondere Herausforderung suchen, gibt es Alternativen zur klassischen Tigernest-Wanderung. Auch die Kombination mit anderen Sehenswürdigkeiten in Paro lässt sich gut planen.

Häufig gestellte Fragen zum Tigernest

Wie lange dauert die Wanderung zum Tigernest?

Die gesamte Wanderung zum Tigernest und zurück dauert 4–6 Stunden, je nach Fitnesslevel und eingelegten Pausen. Der Aufstieg zum Kloster dauert etwa 2–3 Stunden, der Abstieg 1,5–2 Stunden. Planen Sie zusätzlich 1–1,5 Stunden für den Klosterbesuch ein. Insgesamt sollten Sie einen halben bis ganzen Tag einkalkulieren.

Wie hoch liegt das Tigernest?

Das Tigernest-Kloster liegt auf einer Höhe von etwa 3.120 Metern über dem Meeresspiegel. Der Startpunkt am Parkplatz liegt bei ca. 2.600 Metern. Sie überwinden also etwa 500–600 Höhenmeter im Aufstieg. Das Kloster selbst klebt an einer Felswand etwa 900 Meter über dem Talboden.

Ist die Wanderung zum Tigernest schwer?

Die Wanderung ist mittelschwer. Sie ist technisch nicht anspruchsvoll – der Weg ist gut ausgebaut und erfordert keine Kletterei. Die Herausforderung ist die Höhenlage: Auf über 2.600–3.100 Metern ist die Luft dünner, was die Anstrengung erhöht. Menschen mit durchschnittlicher Fitness schaffen die Wanderung, wenn sie genügend Zeit einplanen und Pausen machen. Bei ernsthaften Herz- oder Lungenproblemen sollten Sie vorher ärztlichen Rat einholen.

Wann ist das Tigernest geschlossen?

Das Tigernest ist jeden Dienstag das ganze Jahr über für Besucher geschlossen. Auch an einigen religiösen Feiertagen kann es geschlossen sein. Die regulären Öffnungszeiten sind täglich (außer Dienstag) von 6:00 bis etwa 17:00 Uhr, wobei der letzte Einlass gegen 16:00 Uhr erfolgt.

Kann ich das Tigernest mit dem Pferd erreichen?

Teilweise. Sie können ein Maultier oder Pferd für die erste Etappe mieten – vom Parkplatz bis zur Cafeteria auf halber Strecke. Kosten: etwa 500–1.000 Nu (6–12 USD) pro Strecke. Ab der Cafeteria ist der Weg jedoch nur zu Fuß begehbar – steile Treppen und schmale Pfade erlauben keine Tiere. Die letzte Stunde müssen alle Besucher selbst laufen.

Darf ich im Tigernest fotografieren?

Im Inneren des Klosters ist Fotografieren und Filmen strikt verboten. Kameras, Smartphones und Taschen müssen am Eingang in kostenlosen Schließfächern deponiert werden. Die besten Fotos vom Tigernest machen Sie ohnehin von außen: Der klassische Fotospot ist der Aussichtspunkt bei der Cafeteria oder entlang des Wanderwegs. Nur im Kloster selbst gilt das Verbot.

Was kostet der Eintritt zum Tigernest?

Der Eintritt für erwachsene Besucher beträgt 1.000 Ngultrum (ca. 12 USD), für Kinder 500 Nu (ca. 6 USD). Die Tickets werden am Parkplatz vor dem Aufstieg gekauft. Zusätzliche Kosten können für ein Maultier (500–1.000 Nu) und Verpflegung in der Cafeteria entstehen.

Was ziehe ich zum Tigernest an?

Für die Wanderung: Bequeme Wanderkleidung, feste Schuhe (keine Sandalen!), Schichten zum An- und Ausziehen. Für den Klosterbesuch: Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Bringen Sie eine leichte lange Hose und ein langärmeliges Hemd mit, falls Ihre Wanderkleidung die Anforderungen nicht erfüllt. Hüte und Sonnenbrillen müssen im Kloster abgenommen werden.

Wann ist die beste Zeit, das Tigernest zu besuchen?

Die beste Jahreszeit ist März–Mai (Frühling mit Rhododendron-Blüte) und September–November (klare Luft, beste Fernsicht). Die beste Tageszeit ist früh morgens ab 6:00 Uhr – kühlere Temperaturen, weniger Besucher, bestes Licht. Meiden Sie die Monsunzeit (Juni–August) wegen Nebel und rutschiger Wege.

Wie früh sollte ich starten?

Idealerweise starten Sie zwischen 6:00 und 7:00 Uhr morgens, direkt bei Öffnung. Vorteile: Kühle Temperaturen, klare Luft, weniger andere Besucher, genug Puffer bei Wetterumschwung. Die meisten Reisegruppen starten gegen 9:00–10:00 Uhr – wenn Sie früher dran sind, haben Sie das Kloster fast für sich allein.

Impressionen vom Tigernest

Weiterführende Informationen

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