Jomolhari Trek Bhutan - Zur 'Braut von Bhutan' (7.326m)
Jomolhari Trek auf einen Blick
Der Jomolhari Trek: Bhutans beliebtester Mehrtages-Trek
Der Jomolhari Trek gilt als das Äquivalent zum Everest Base Camp Trek – nur abgeschiedener, ursprünglicher und mit deutlich weniger Besuchern. Wer diesen Trek absolviert, wandert durch Bhutans größtes Schutzgebiet, den Jigme Dorji National Park, und erlebt Landschaften von überwältigender Schönheit. Von dichten Kiefernwäldern über weite Yakweiden bis hin zur Gletscherregion: Jeder Tag bringt neue Eindrücke.
Der Berg Jomolhari – Die "Braut von Bhutan"
Mit 7.326 Metern ist der Jomolhari einer der höchsten Gipfel Bhutans. Die Bhutaner nennen ihn liebevoll "Bride of Bhutan" – die Braut von Bhutan. Flankiert wird er vom 6.989 Meter hohen Jichu Drake, dessen elegante Pyramidenform das Panorama vervollständigt. Anders als im benachbarten Nepal ist die Besteigung dieser Gipfel verboten: Sie gelten als heilige Berge und Wohnsitz der Götter. Für Trekker bedeutet das, den Berg in seiner unberührten Majestät zu erleben – ein Privileg, das diese Expedition besonders macht.
Was macht diesen Trek besonders?
Der Jomolhari Trek verbindet spektakuläre Naturerlebnisse mit kulturellen Begegnungen. Sie wandern entlang von Gletscherflüssen, passieren kristallklare Bergseen und begegnen Yak-Hirten, die seit Generationen in dieser abgeschiedenen Region leben. Das Highlight: die Nächte im Jangothang Base Camp auf 4.080 Metern, wo die historischen Ruinen einer alten Festung den Blick auf die Eiswand des Jomolhari rahmen. Dazu kommt eine vielfältige Flora und Fauna – von Blauen Schafen bis zu seltenen Himalaya-Vogelarten.
Höhenprofil und Route des Jomolhari Treks
Der Trek beginnt am Drukgyel Dzong bei Paro auf etwa 2.850 Metern und führt Sie bis auf fast 5.000 Meter Höhe. Dieser Höhenunterschied von über 2.000 Metern ist eine der größten Herausforderungen – und gleichzeitig der Grund für die faszinierende Vielfalt der Landschaften. Sie durchqueren verschiedene Vegetationszonen: von schattigen Kiefernwäldern über offene Yakweiden bis zur kargen, aber beeindruckenden Gletscherregion.
Zentrale Höhendaten
| Punkt | Höhe | Bedeutung |
|---|---|---|
| Startpunkt Shana/Drukgyel | ca. 2.850 m | Trek-Beginn nahe Paro |
| Jangothang Base Camp | 4.080 m | Legendäres Basecamp mit Jomolhari-Panorama |
| Nyile La Pass | 4.820 m | Erster hoher Pass auf der Route |
| Yeli La Pass | 4.930 m | Höchster Punkt des gesamten Treks |
Landschaftszonen entlang der Route
Die Route führt durch drei markante Zonen: In der unteren Zone wandern Sie durch dichte Kiefern- und Wacholderwälder, durchzogen von rauschenden Gebirgsbächen. Ab etwa 3.500 Metern öffnet sich die Landschaft zu weiten Yakweiden, auf denen Sie Hirten mit ihren Herden begegnen. Oberhalb von 4.000 Metern betreten Sie die Gletscherregion mit ihrer alpinen Vegetation, kristallklaren Seen und dem spektakulären Blick auf die Eisriesen des Himalaya.
Schwierigkeitsgrad: Ist der Jomolhari Trek für mich geeignet?
Der Tourism Council of Bhutan stuft den Jomolhari Trek als "mittel bis anspruchsvoll" ein. Diese Einschätzung ist realistisch: Der Trek richtet sich an erfahrene Wanderer mit guter Kondition. Vorherige Höhenerfahrung ist zwar keine zwingende Voraussetzung, aber definitiv von Vorteil. Wer bereits in den Alpen über 3.000 Metern unterwegs war, bringt eine gute Grundlage mit.
Tägliche Anforderungen
- Gehzeit: 5–8 Stunden pro Tag, je nach Etappe
- Gelände: Steile Anstiege auf schmalen, gewundenen Pfaden
- Technik: Keine Kletterei erforderlich, aber trittsicher sollten Sie sein
- Distanzen: Tagesetappen bis zu 22 Kilometer
Die größten Herausforderungen
Fitness-Anforderungen
Für den Jomolhari Trek benötigen Sie eine sehr gute Grundkondition. Sie sollten problemlos 6–8 Stunden am Tag wandern können, auch mit Rucksack und in unwegsamem Gelände. Ebenso wichtig ist mentale Stärke: Lange Tage bei wechselhaftem Wetter erfordern Durchhaltevermögen. Idealerweise haben Sie bereits Erfahrung mit Höhenwanderungen gesammelt.
Jomolhari Trek Itinerary: Der klassische Reiseverlauf
Der klassische Jomolhari Trek dauert 7–9 Tage und führt von Paro nach Thimphu. Je nach Kondition und Wetter kann der Verlauf angepasst werden. Hier beschreiben wir die Standardroute mit einem wichtigen Ruhetag zur Akklimatisierung im Jangothang Base Camp. Beachten Sie: Die Distanzen sind lang, aber Ihr Gepäck wird von Packpferden oder Yaks getragen.
Tag 1: Paro – Shana – Thang Thangkha (22 km, 7–8 h)
Nach der Fahrt von Paro zum Startpunkt bei Shana beginnt das Abenteuer. Die erste Etappe führt entlang des rauschenden Paro Chhu durch dichten Kiefernwald. Es ist die längste Tagesetappe des gesamten Treks – ein bewusst anspruchsvoller Einstieg, der Sie auf die kommenden Tage vorbereitet. Das Camp auf 3.610 Metern bietet erste Ausblicke auf die Berge, die Sie erwarten.
- Distanz: 22 km
- Gehzeit: 7–8 Stunden
- Aufstieg nach: 3.610 m
- Highlights: Paro Chhu Flusstal, Kiefernwälder, erste Himalaya-Ausblicke
Tag 2: Thang Thangkha – Jangothang Base Camp (19 km, 5–6 h)
Der Tag des großen Moments: Zum ersten Mal erscheint der Jomolhari vor Ihnen – ein Anblick, der den Atem stocken lässt. Die Landschaft öffnet sich, Wälder weichen Yakweiden. Am Nachmittag erreichen Sie Jangothang, das "Land der Ruinen". Hier stehen die Überreste einer alten Festung, dahinter erhebt sich die gewaltige Eiswand des Jomolhari, flankiert vom eleganten Jichu Drake.
- Distanz: 19 km
- Gehzeit: 5–6 Stunden
- Aufstieg nach: 4.080 m
- Highlights: Erste Jomolhari-Sicht, Ankunft am legendären Basecamp
Tag 3: Ruhetag in Jangothang – Akklimatisierung
Dieser Tag ist essenziell für Ihre Höhenanpassung – und ein Geschenk für alle Sinne. Nutzen Sie die Zeit für optionale Erkundungen: Die Wanderung zum Jomolhari-Gletscher dauert etwa 4–5 Stunden und führt Sie an die Basis der gewaltigen Eiswand. Alternativ lockt der Jichu Drake Gletscher (3 Stunden) oder eine ambitionierte Gipfeltour auf 5.200 Meter für ein 360-Grad-Panorama. Oder Sie genießen einfach die Stille und beobachten das Spiel aus Licht und Schatten auf den Bergen.
- Aktivität: Akklimatisierung und optionale Erkundungen
- Camp-Höhe: 4.080 m
- Optionen: Gletscherwanderungen, Fotografie, Ruhe und Erholung
Tag 4: Jangothang – Lingshi (18 km, 6–7 h)
Heute steht die erste große Passüberquerung an: Der Nyile La auf 4.820 Metern belohnt mit einem spektakulären Rundblick auf die umliegenden Gipfel. Der Abstieg nach Lingshi führt durch alpine Landschaften, in denen Sie Yak-Hirten begegnen, die hier den Sommer verbringen. Das Camp liegt auf 4.010 Metern in einer weiten Talsenke.
- Distanz: 18 km
- Gehzeit: 6–7 Stunden
- Höchster Punkt: Nyile La Pass, 4.820 m
- Camp-Höhe: 4.010 m
Tag 5: Lingshi – Shodu (22 km, 8–9 h)
Die Königsetappe des Treks: Mit 22 Kilometern und der Überquerung des Yeli La auf 4.930 Metern ist dies der längste und anspruchsvollste Tag. Der Aufstieg zum höchsten Punkt des gesamten Treks erfordert Ausdauer – doch das Panorama am Pass entschädigt für jede Anstrengung. Gebetsfahnen flattern im Wind, während sich das Bergpanorama in alle Richtungen erstreckt.
- Distanz: 22 km
- Gehzeit: 8–9 Stunden
- Höchster Punkt: Yeli La Pass, 4.930 m – höchster Punkt des Treks
- Camp-Höhe: 4.080 m
Tag 6: Shodu – Barshong (16 km, 5–6 h)
Nach dem anstrengenden Vortag folgt eine entspanntere Etappe. Der Weg führt abwärts durch wechselnde Vegetation – Sie spüren, wie die Luft mit jedem Höhenmeter dichter wird. Wälder erscheinen wieder am Wegesrand, die Temperaturen steigen. Das Camp auf 3.710 Metern markiert den Übergang zurück in tiefere, wärmere Regionen.
- Distanz: 16 km
- Gehzeit: 5–6 Stunden
- Abstieg nach: 3.710 m
- Charakter: Erholsamer Abstieg durch wechselnde Landschaften
Tag 7: Barshong – Dodena/Thimphu (15 km, 4–5 h)
Der letzte Trekking-Tag führt Sie zurück in die Zivilisation. In Dodena endet der Trek, ein Transfer bringt Sie nach Thimphu. Die Rückkehr in die Hauptstadt fühlt sich nach einer Woche in der Wildnis fast unwirklich an. Wir empfehlen mindestens eine Übernachtung in Thimphu zur Erholung – und um die Eindrücke zu verarbeiten, bevor die Weiterreise beginnt.
- Distanz: 15 km
- Gehzeit: 4–5 Stunden
- Ende: Dodena, anschließend Transfer nach Thimphu
Jomolhari Trek Varianten: Welche Route passt zu mir?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Jomolhari zu erleben – je nach verfügbarer Zeit und persönlichen Vorlieben. Die Kurzversion führt Sie in wenigen Tagen zum Basecamp und zurück, während die erweiterte Route zusätzliche Erkundungstage und einen Besuch im abgelegenen Laya-Dorf beinhaltet.
Kompakt Jomolhari Loop (4–5 Tage)
Zum Basecamp und auf gleichem Weg zurück. Sie erleben die gleichen Highlights – Jangothang, den Jomolhari-Blick, die Begegnung mit Yak-Hirten – in kompakter Form. Ideal bei begrenztem Zeitbudget.
Empfohlen Klassischer Trek (7–9 Tage)
Die hier beschriebene Standardroute von Paro nach Thimphu über zwei hohe Pässe. Die beliebteste Variante, die alle Highlights des Treks vereint und ausreichend Zeit zur Akklimatisierung bietet.
Intensiv Erweiterter Trek (10–12 Tage)
Mehr Zeit für Erkundungen und ein Abstecher zum abgelegenen Dorf Laya auf 3.800 Metern. Für alle, die das Maximum aus ihrer Himalaya-Expedition herausholen möchten.
Beste Reisezeit für den Jomolhari Trek
Die Wahl der richtigen Saison bestimmt maßgeblich Ihr Trek-Erlebnis. Zwei Zeitfenster eignen sich für den Jomolhari Trek: der Frühling und der Herbst. Der Monsun von Juni bis August und der Winter von November bis Februar sind zu meiden – die Pässe sind dann entweder in Wolken gehüllt oder von Schnee blockiert.
Frühling (März bis Mai)
Im Frühling erwacht die Natur am Jomolhari. Die Wiesen sind üppig grün, Rhododendren blühen in den mittleren Lagen, und die Täler füllen sich mit Wildblumen. Die Temperaturen in den tieferen Regionen sind angenehm, allerdings kann auf den hohen Pässen noch Schnee liegen. Diese Jahreszeit ist ideal für Naturliebhaber und Fotografen, die die blühende Landschaft erleben möchten.
Herbst (Ende September bis Oktober) – Empfohlen
Der Herbst gilt als die beste Zeit für den Jomolhari Trek. Nach dem Monsun ist die Luft kristallklar, die Berge zeigen sich von ihrer besten Seite. Die Sichtverhältnisse sind hervorragend, das Wetter stabil, und die Temperaturen – obwohl nachts kalt – sind tagsüber angenehm zum Wandern. Der Oktober bietet die konstantesten Bedingungen.
Zeiten, die Sie meiden sollten
| Saison | Monate | Bedingungen | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Frühling | März–Mai | Wildblumenblüte, gelegentlich Schnee auf Pässen | Gut geeignet |
| Herbst | Sept–Okt | Klare Sicht, stabile Wetterlage | Beste Zeit |
| Monsun | Juni–Aug | Regen, Nebel, stark eingeschränkte Sicht | Nicht empfohlen |
| Winter | Nov–Feb | Schnee blockiert Pässe, extreme Kälte | Nicht möglich |
Jomolhari Trek Kosten: Was kostet der Trek?
Rechnen Sie mit Kosten von USD 3.000–4.500 pro Person für den kompletten Jomolhari Trek. Der genaue Preis hängt von der Dauer, der Gruppengröße und dem gewählten Service-Level ab. In Bhutan sind alle Treks organisiert und all-inclusive – eigenständiges Trekking ist nicht gestattet. Dafür ist nahezu alles im Preis enthalten.
Im Preis enthalten
- Sustainable Development Fee (SDF): Die Bhutan-Abgabe für nachhaltigen Tourismus
- Alle Permits: Trekking-Genehmigung und Nationalpark-Eintritt
- Lizenzierter Guide und Koch: Erfahrene bhutanesische Begleitung
- Träger und Packpferde/Yaks: Ihr Gepäck wird transportiert
- Camping-Ausrüstung: Zelte, Matten, Kochausrüstung
- Vollverpflegung: Alle Mahlzeiten während des Treks, frisch zubereitet
- Transport: Transfers Paro–Startpunkt und Endpunkt–Thimphu
Zusätzliche Kosten
| Posten | Geschätzte Kosten | Hinweis |
|---|---|---|
| Internationale Flüge | EUR 800–1.500 | Je nach Abflugort und Saison |
| Reiseversicherung | EUR 50–150 | Mit Helikopter-Evakuierung essenziell |
| Schlafsack (Miete) | USD 50–100 | Falls Sie keinen eigenen mitbringen |
| Persönliche Ausrüstung | Variabel | Bekleidung, Trekkingschuhe etc. |
| Trinkgelder | USD 100–200 | Guide ca. USD 10–15/Tag, Crew USD 5–8/Tag |
Jangothang Base Camp: Das Herz des Jomolhari Treks
Jangothang – das "Land der Ruinen" – ist mehr als nur ein Übernachtungsplatz. Es ist das emotionale Zentrum des gesamten Treks. Hier, auf 4.080 Metern, diente das Tal 1937 als erstes Basislager für die historische Erstbesteigung des Jomolhari durch die Briten F. Spencer Chapman und Pasang Dawa Lama. Die Ruinen einer alten Festung in der Nähe gaben dem Ort seinen Namen.
Lage und Aussicht
Das Camp liegt im Herzen des Jigme Dorji National Park, eingebettet in ein weites Hochtal. Der Blick auf den Jomolhari ist überwältigend: Die gewaltige Eiswand erhebt sich direkt vor Ihnen, flankiert vom eleganten Jichu Drake. Morgens, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Gipfel berühren, und abends, wenn das Alpenglühen die Berge in goldenes Licht taucht – diese Momente bleiben unvergessen.
Tageswanderungen vom Base Camp
Der Ruhetag in Jangothang ist nicht nur zur Akklimatisierung gedacht – er bietet auch die Möglichkeit zu einigen der spektakulärsten Erkundungen des gesamten Treks. Je nach Kondition und Interesse stehen Ihnen verschiedene Optionen offen.
| Tour | Dauer | Max. Höhe | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Jomolhari Glacier | 4–5 Stunden | ca. 4.500 m | Zum Fuße des Gletschers mit Nahblick auf die Eiswand |
| Jichu Drake Glacier | 3 Stunden | ca. 4.400 m | Kürzere Tour zum Gletscher des Nachbargipfels |
| Gipfel-Tour | 8 Stunden | 5.200 m | Anspruchsvoll, aber mit spektakulärem 360-Grad-Panorama |
Ausrüstung und Vorbereitung für den Jomolhari Trek
Höhenkrankheit: Das wichtigste Thema
Die Höhenkrankheit (Acute Mountain Sickness, AMS) ist die größte gesundheitliche Herausforderung auf dem Jomolhari Trek. In Höhen bis fast 5.000 Metern reagiert der Körper auf den verringerten Sauerstoffgehalt der Luft. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Appetitlosigkeit. Der Ruhetag in Jangothang ist deshalb keine optionale Erholung, sondern essenziell für Ihre Akklimatisierung.
Ausrüstungs-Checkliste
Die richtige Ausrüstung entscheidet über Ihren Komfort und Ihre Sicherheit. Nachts können die Temperaturen auf bis zu -15 °C fallen. Ein hochwertiger Schlafsack mit Komfortbereich von -15 °C bis -20 °C ist unerlässlich – Sie können ihn bei Ihrem Operator vor Ort mieten, falls Sie keinen eigenen besitzen.
Bekleidung
- Warme Daunenjacke (leicht und packbar)
- Fleece-Zwischenschicht für die Isolierung
- Wasserdichte, atmungsaktive Außenschicht (Jacke und Hose)
- Trekkinghosen (keine Jeans – die werden kalt und trocknen nicht)
- Warme Mütze und Handschuhe für kalte Morgen und Abende
- Hochwertige, eingelaufene Trekkingstiefel mit guter Knöchelstütze
Ausrüstung
- Schlafsack (Komfort -15 °C) – Miete vor Ort möglich
- Trekkingstöcke (entlasten Knie bei langen Abstiegen erheblich)
- Stirnlampe mit Ersatzbatterien
- Sonnenschutz: Gletscherbrille und Sonnencreme SPF 50+
- Wasserflaschen oder Trinkblase (mind. 2 Liter Kapazität)
Gesundheit
- Persönliche Medikamente in ausreichender Menge
- Höhenmedikamente wie Diamox (nur nach ärztlicher Beratung)
- Kleines Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflastern und Schmerzmitteln
- Lippenbalsam mit UV-Schutz gegen die intensive Höhensonne
Eine detaillierte Packliste mit allen empfohlenen Ausrüstungsgegenständen finden Sie auf unserer Seite Packliste für Bhutan.
Flora und Fauna auf dem Jomolhari Trek
Der Trek führt durch den Jigme Dorji National Park – mit über 4.300 Quadratkilometern Bhutans größtes Schutzgebiet. Die verschiedenen Höhenzonen beherbergen eine bemerkenswerte Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, von denen viele nur im Himalaya vorkommen.
Tierwelt
In den höheren Lagen oberhalb von 4.000 Metern begegnen Sie mit etwas Glück Blauen Schafen (Bharal), die oft in Gruppen auf den Felsen grasen. Yaks sind allgegenwärtig – die genügsamen Tiere werden von Hirten gehalten und transportieren Lasten durch die Berge. Seltener zeigt sich der Takin, Bhutans eigentümliches Nationaltier mit seinem charakteristischen Buckel und den kurzen Hörnern. Der scheue Schneeleopard ist im Park heimisch, bleibt aber meist unsichtbar. Die Vogelwelt hingegen ist reich und bunt: Vom Blutfasan bis zum Himalaya-Monal lassen sich zahlreiche Arten beobachten.
Pflanzenwelt
Die Vegetation wandelt sich mit der Höhe. In den unteren Zonen dominieren Kiefern, Wacholder und Birken die Wälder. Im Frühling verwandeln sich die Hänge in ein Meer aus blühenden Rhododendren – über 40 Arten sind in Bhutan heimisch. Weiter oben erstrecken sich alpine Wiesen, die in der Saison von Wildblumen übersät sind: Enzian, Edelweiß und der blaue Himalaya-Mohn. An der Baumgrenze zeigt sich die bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit der Hochgebirgsflora an extreme Bedingungen.
Stimmen von Trekkern
Als ich morgens aus dem Zelt trat und den Jomolhari in der ersten Morgensonne sah, wusste ich: Dafür hat sich jeder Schweißtropfen gelohnt. Die Stille, die Weite, die Nähe zu diesem majestätischen Berg – ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Der Trek war anspruchsvoll, aber unser Guide hat uns sicher durch jeden Pass geführt.
Häufige Fragen zum Jomolhari Trek
Wie schwer ist der Jomolhari Trek wirklich?
Der Trek wird als mittel bis anspruchsvoll eingestuft – und diese Einschätzung ist realistisch. Er richtet sich an erfahrene Wanderer mit guter Grundkondition. Die größte Herausforderung ist die Höhe: Mehrere Tage verbringen Sie über 4.000 Metern, der höchste Pass liegt bei fast 5.000 Metern. Vorherige Höhenerfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
Brauche ich vorherige Trekking-Erfahrung?
Ja, wir empfehlen Erfahrung mit mehrtägigen Wanderungen in bergigem Gelände. Der Jomolhari Trek ist keine Einsteiger-Tour. Sie sollten wissen, wie Ihr Körper auf lange Wandertage reagiert, und Erfahrung im Umgang mit wechselndem Wetter und unwegsamem Terrain haben. Idealerweise haben Sie bereits Touren in den Alpen oder vergleichbaren Gebirgen absolviert.
Kann ich den Trek alleine machen?
Nein, in Bhutan ist ein lizenzierter Guide für alle Treks vorgeschrieben. Das ist kein Nachteil, sondern ein Gewinn: Ihr Guide kennt die Route, kann Symptome der Höhenkrankheit frühzeitig erkennen und sorgt für Ihre Sicherheit. Zudem sind lokale Guides eine unschätzbare Quelle für Wissen über Land, Kultur und Natur.
Was passiert bei schlechtem Wetter?
Ihr Guide entscheidet vor Ort über etwaige Routenanpassungen. Bei extremen Wetterbedingungen – starkem Schneefall auf den Pässen oder anhaltenden Stürmen – kann der Trek verkürzt oder abgebrochen werden. Sicherheit hat immer Vorrang. Die Flexibilität der Route ist einer der Gründe, warum ein erfahrener lokaler Guide unverzichtbar ist.
Wie ist die Verpflegung auf dem Trek?
Ein Koch begleitet die Gruppe und bereitet alle Mahlzeiten frisch zu – vom Frühstück bis zum Abendessen. Die Qualität ist erstaunlich gut: warme Suppen, Reis- und Nudelgerichte, frisches Gemüse und Obst. Vegetarische Ernährung ist problemlos möglich; teilen Sie Ihre Wünsche einfach bei der Buchung mit. Auch spezielle Diäten können berücksichtigt werden.
Gibt es Mobilfunkempfang auf dem Trek?
Sehr eingeschränkt. An manchen Camps können Sie schwachen Empfang haben, aber verlassen Sie sich nicht darauf. Der Trek führt durch abgelegenes Gebiet, weit entfernt von Sendemasten. Betrachten Sie dies als Chance zur digitalen Entschleunigung – die Berge sind schöner ohne Bildschirm.
Wie buche ich den Jomolhari Trek?
Alle Treks in Bhutan müssen über einen lizenzierten Tour-Operator gebucht werden. Wir beraten Sie gerne bei der Planung und finden die passende Route für Ihre Wünsche und Kondition. Für die Hauptsaison im Oktober empfehlen wir eine frühzeitige Buchung – mindestens 3–6 Monate im Voraus.
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Der Jomolhari ist nicht der einzige spektakuläre Trek in Bhutan. Je nach verfügbarer Zeit und Kondition gibt es kürzere Alternativen für Einsteiger oder deutlich längere Expeditionen für erfahrene Bergwanderer.
5–6 Tage Druk Path Trek
In 5–6 Tagen von Paro nach Thimphu auf einer historischen Route. Mittlere Schwierigkeit mit Übernachtungen an alpinen Seen. Ideal für Ihren ersten Mehrtages-Trek in Bhutan.
25+ Tage Snowman Trek
25 Tage und mehr durch die abgelegensten Regionen Bhutans. Gilt als einer der anspruchsvollsten Treks der Welt. Nur für sehr erfahrene und topfitte Trekker.
Übersicht Alle Treks im Überblick
Vergleichen Sie alle Trekking-Optionen in Bhutan nach Dauer, Schwierigkeit und Highlights. Finden Sie den Trek, der zu Ihnen passt.
Bereit für Ihr Jomolhari-Abenteuer?
Wir beraten Sie gerne zur optimalen Planung Ihres Jomolhari Treks – von der besten Reisezeit bis zur passenden Variante für Ihre Kondition. Unverbindlich und persönlich.